11. Januar 2025
CHRIZZLI-Chronik, Teil 3: Die erste Probe
Irgendwie surreal war es dann, als wir uns dann am 11. Januar 2025 wieder
gegenüberstanden. Nach ein wenig „Beschnuppern“ und Ankommen legten wir dann
auch zügig los: Alles wurde ausgepackt und aufgebaut, und schließlich hatten wir auch
eine akzeptable Sitzposition inmitten all der Instrumente gefunden. Wir hatten uns für
den Text „Nennen wir es Frühlingslied“ von Mascha Kaléko entschieden. Unser erstes
Programm sollte unter dem Leitthema „Anfang“ stehen.
Wir setzten uns zunächst mit dem Text auseinander und fanden dann schnell
Anknüpfungspunkte für unsere Klanginstallation. Es matchte wieder wohltuend (wie
bereits bei unserer Darbietung im Rahmen der Fortbildung gut zwei Monate zuvor). Nie
wurde lange diskutiert, und wir waren schnell in der Umsetzung unserer Ideen, die wir
uns gegenseitig hin- und herwarfen. Wir schöpften bereitwillig aus dem großen Fundus
von Klängen, die uns zur Verfügung standen und waren am Schluss eines langen Tages
noch bereit für eine erste Aufnahme.
Erschöpft aber glücklich beendeten wir den ersten Probentag – nicht ohne einen
Folgetermin verabredet zu haben.
Wieder zuhause angekommen hörte ich mir (Lisa hatte inzwischen das Material
gesichtet, aufbereitet und hochgeladen) die entstandenen Aufnahmen in Ton und Bild
an: Ich war – Lisa ging es offenbar ähnlich – zwar stolz, aber auch ernüchtert über das
Ergebnis: Wir wollten offenbar zu viel: Zu viel Vielfältigkeit und zu wenig Pausen. Unsere
Performance hatte zu wenig Ruhe. Wir waren nicht glücklich, hatten aber eine Menge
gelernt.
Beim nächsten Mal wollten wir es anders, besser machen. Wir mussten nochmal von
vorne anfangen.
